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SEO-Day 2011 – yet another Recap!
Anreise & Location
Donnerstag morgen. 4:20 Uhr. Der Wecker klingelt. Trotz der unmenschlichen Uhrzeit steh ich viel leichter auf als sonst um 6 Uhr. Because it’s SEODAY! Um Punkt halb 6 gehts los von Saarbrücken aus Richtung Köln. Die Befürchtungen bezüglich Berufsverkehr Bonn / Köln haben sich zum Glück nicht bewahrheitet und wir sind sehr gut durchgekommen und waren so um 8:15 am Stadion. Schon hier beeindruckend: Keine Sekunde stellte sich die Frage “Wo muss ich jetzt hin?” – an jeder Ecke waren Wegweiser aufgestellt worden. Diese super Organisation hat sich auch durch den ganzen Tag durchgezogen. User-orientiertes Veranstaltungsdesign
.
Das Stadion als Location war wirklich beeindruckend. Dankbarerweise war das Wetter auch noch sensationell und so verbrachten viele die Mittagspause auf der Außentribüne. Einziges Manko war, dass die Vortragsräume nicht abgeschlossen waren und so grade gegen Anfang und Ende der Vorträge oft noch viel Durchgangsverkehr war. Das hat aber alles in allem dem WOW-Effekt keinen Abbruch getan. Hoffe die Location wird für nächstes Jahr beibehalten.
Ganz großes Lob an dieser Stelle an die Veranstalter, die Service-Kräfte und die SEOday-Crew. Die ganze Veranstaltung war von A-Z super durchorganisiert und man hat sich als Besucher wirklich wohl gefühlt. In jedem Raum gab es Getränke und Kleinigkeiten zum Essen, nirgends gab es Ansammlungen von leeren Flaschen, also der Service hat da wirklich nen guten Job gemacht.
Die Vorträge
Über die Qualität der Vorträge wurde viel geredet abends, mehr als einmal hab ich das Wort “durchwachsen” gehört. Ich kann dem nicht zustimmen. Ich hab insgesamt 8 Vorträge gehört und bei jedem irgendeinen Denkanstoß mitgenommen, bei vielen auch noch inhaltlich was dazugelernt. Wie schon in den Kommentaren von Marcos Recap angedeutet glaube ich, dass die Leute einfach oft mit der falschen Erwartung in Vorträge gehen. Man muss sich einfach bewusst machen, dass man hier auf einer Konferenz ist und nicht auf einem Lehrgang. Viele Leute mit unterschiedlichen Backgrounds und unterschiedlichem Wissenstand treffen aufeinander. Kein Speaker weiss vorher, wie sich sein Publikum zusammensetzt und so ist es ein Ding der Unmöglichkeit, allen gerecht zu werden. Als Zuhörer darf man einfach nicht den Anspruch haben, in einem Vortrag auf einer Konferenz den ultimativen Tipp zu kriegen wie man auf 1 rankt oder eine Liste mit “Hier kriegst du tolle Backlinks” oder sonstwas. Vielmehr geht es um Denkanstöße. Und wer grade in so Vorträge wie dem von Jens, Marcus und Niels oder Marco nichts mitnehmen konnte hat einfach nicht richtig zugehört. 
Noch kurz ein paar lobende Worte zu einigen ausgewählten Vorträgen:
Google Suggest – Daniel Wette
Auf Wunsch des Redners hier keine Angabe von Inhalten, aber auf jeden Fall ein DANKE. Viel bestätigt, 2-3 ganz interessante Ideen bei mir losgetreten.
You got clicked, and now? – Pascal Fantou
Der Vortrag war für mich ein Highlight. Pascal bringt zu geballtem Wissen auch noch einen echt coolen Humor mit, da machts einfach Spass zuzuhören. Die Idee die hübschen Designer-Buttons durch Windows-Standard-Buttons zu ersetzen kam bei unseren Designern überraschenderweise jedoch nicht sooooo gut an. Aber: Ich teste es trotzdem! ;D
Keywordanalyse mal anders – Jens Fauldrath
Jens hat mal wieder einen 90-Minuten-Vortrag in 45 Minuten gepackt. Dabei hat ers geschafft neben inhaltlichen Aspekten auch noch über Eskimos, Fetische, Testosteron, Fraunnamen mit B und soziale Verpflichtungen zu reden und hat von allen Vorträgen in denen ich war die höchste Lacherquote gehabt. Hängen geblieben ist bei mir das Zitat “Das Web ist nicht statisch weil wir es nicht sind”. Wer mehr über den Vortrag wissen will schaut ihn sich am Besten an, es war unmöglich was mitzuschreiben bei der Geschwindigkeit
. Hier nochmal der Link: http://www.fauldrath.net/seoday/447.
Die Geheimnisse erfolgreichen Linkaufbaus – Saša Ebach
Auch die Folien von Saša sind online: http://vipex.com/seoday2011-linkaufbau-geheimnisse.pdf. Grundaussage des Vortrags: Linkaufbau muss skalierbar und themenunabhängig sein. Dazu braucht es immer Content, auch dieser muss skalierbar sein. Das Nachbauen von Linkprofilen ist Quatsch, ebenso braucht man für den Linkaufbau weder Links kaufen noch SEO-Tools. Vieles davon ist sicher sehr kontrovers und nicht ganz so absolut zu sehen, grade das Thema SEO-Tools hat Saša auch selber relativiert. In den Folien gibt es einige Ideen für skalierbaren Content, Ideen für Linkbuilding-Queries und andere wirklich praxisrelevante Anregungen. Grade für Anfänger im Bereich Linkaufbau sehr zu empfehlen.
Seitennetzwerke mit WordPress – Oliver Hauser
Das ist ein sehr gutes Beispiel für einen Vortrag, aus dem ich für meine tägliche Arbeit eigentlich nichts rausholen konnte. Das Verstecken von Footprints oder wie ich WordPress am besten Klone um 150 Blogs betreiben zu können sind Infos, die werd ich nie brauchen. Und trotzdem war die Zeit nicht vergeudet. Denn selbst wenn man in seinem Business keine Footprints verstecken muss… zu wissen, was Google alles kann und weiss, ist für jeden SEO imho ne ganz wichtige Info. Und die Liste von Bilderdiensten, Hostern und WordPress-Themeseiten werde ich sicherlich mal gebrauchen können. Auch Olivers Vortrag ist online: http://www.webmarketingblog.at/2011/10/28/seoday-vortrag-oliver-hauser-seitennetzwerke-wordpress/
Großstädte, Kreativität und SEO – Marco Janck
Kein reiner SEO-Vortrag und grade deshalb so gut. Den Mensch sehen, nicht den Klick. Mit offenen Augen durch die Welt gehen. Nicht nur konsumieren, sondern erlebtes aktiv bewerten und einsetzen. Offline- und Online-Marketing zusammenbringen. Den Kunden kennenlernen. Über die Zahlen hinausschauen.
Inspirierend, Denkmuster aufbrechend. HAMMERTIME.
Superpanel
Nach dem letzten Vortrag gings dann in den Presseraum des 1. FC Köln für das Superpanel mit Marco Janck, Marcus Tandler, Jens Fauldrath und Niels Dörje. Ich hatte meinen Spass, aber hier wurde ganz deutlich, dass verschiedene Welten und Erwartungen aufeinander prallten. Habe großen Respekt vor allen, die sich getraut haben eine Frage zu stellen
. Ich weiss nicht, ob so ein unspezialisiertes Panel wirklich gut laufen kann. Die Bandbreite ist da einfach zu groß.
Die Party
Was in Köln passiert bleibt in Köln! Nein, quatsch. Natürlich muss auch die Party Erwähnung finden! Sie lief imho etwas stockend an, die Musik war nicht jedermanns Sache, aber zu guter Letzt wurde es zu einem grandiosen Abend mit viel Lachen, Trinken und Tanzen. Die Verlosung von Expired Domains hat uns endgültig zu Super-Nerds gemacht, aber das wussten wir ja schon vorher
. Als Fabian Rossbacher dann offiziell den SEOday 2011 für beendet erklärt hat, gab es laute “ooooooooooh”‘s von den paar Leuten die noch da waren
. Während ein Teil der feierwilligen Meute noch weiterzog hab ich den Tag nach fast 24 Stunden um 3:00 Uhr für beendet erklärt.
Links zum Artikel
Artikel zum SEOday Projekt Payback | SEOristin.de
Recap von den SEO-Tanten (PrincessContent, Contentessa & ich) | SEOmeetsContent.de – mit Bildern und Links zu weiteren Recaps
Das wird mein SEO-Day
Am 27.10.2011 findet in Köln im RheinEnergieStadion der erste SEO-Day statt. Die Idee dahinter – ausgeklügelt von Fabian Rossbacher und Christian Weis ist es, die SEO-Szene und die Business-Welt zusammen zu bringen. Zwar ist für uns SEO nicht mehr wegzudenken, aber es gibt noch genug Unternehmen und Unternehmer da draussen, für die das alles fremd ist und denen auch das nötige Wissen fehlt, um den richtigen Dienstleister auszuwählen. Das soll der SEO-Day ändern.
Mein Ticket ist gebucht, mit SEOmeetsContent.de haben wir außerdem beim SEO-House das Partyticket gewonnen, so dass wir zumindest am Abend mit 2 SEO-Weibern in Köln anwesend sein werden.
Zusätzlich zum SEO-Day hat Fabian auch noch das Projekt Payback ins Leben gerufen, in dem er Blogger aufruft für die Veranstaltung zu werben. Da mach ich natürlich mit
.
Und da ja schon genug Interviews mit Fabian im Umlauf sind und auch schon genug Blogs festgestellt haben, dass die Speaker top sind, mach ich das heute mal anders. Ausgehend von der derzeitigen Timetable sieht mein Programm für den 27.10. folgendermaßen aus:
09:00 – 09:15: Vorstellung
Hallo-schön-dass-ihr-alle-da-seid-Programmpunkte ausfallen zu lassen find ich doof, also natürlich von Anfang an anwesend.
09:30 – 10:15: Sasa Ebach – Die Geheimnisse erfolgreichen Linkaufbaus
Sasa ist ja der absolute Linkaufbau-Profi und Linkaufbau ist by far der Bereich, wo ich die wenigste Erfahrung habe. Da bin ich für jeden Denkanstoß dankbar und nutze die Gelegenheit hier vom Besten zu lernen.
10:30 – 11:14: Julian Dziki – SEO Spionage
11:14 ist lustig
. Hier fällt die Entscheidung schwer. 2 große Namen, 2 Themen die alles und nichts sein können. SEO Spionage klingt jetzt erstmal spannender und nachdem ich ja zuvor bereits einen Link-Vortrag gehört hab entscheide ich mich hier für Julian.
11:30 – 12:15: Hanns Kronenberg – SEO-Erfolg kaufen? Die wichtigsten Unterschiede zwischen Erfolg und Misserfolg in der Praxis
Lese ich den Name Hanns Kronenberg assoziiere ich sofort KnowHow, inhaltliche Tiefe und ganz viel Learnings für mich. Das Thema weiss ich noch nicht so richtig einzuordnen. Linkkauf? SEO-Agenturen?
14:15 – 15:00: Marco Janck – Was Großstädte, Kreativität und SEO gemeinsam haben
Gestärkt vom Mittagessen nutze ich die Gelegenheit den lieben SEOnauten auch mal als Speaker zu sehen. Das Thema lässt wieder viel Spielraum zur Interpretation, aber wie ich Marco kenne hat er sich da was schönes ausgedacht. Nach allem was man allerdings von der Campixx gehört hat ist sicherlich auch der Facebook-SEO Vortrag mit Curt Harlinghausen und Anna-Lena Radünz überaus hörenswert.
15:15 – 16:00: Jens Fauldrath – Keywordanalyse mal anders
Hier fällt die Wahl leicht, da das Programm bisher nur diesen Punkt hat
. Aber auch sonst ist das eine klare Entscheidung. Als Inhouse-SEO führt kein Weg vorbei an Jens. Und der Unterhaltungsfaktor spricht auch für ihn.
16:15 – 17:00: Oliver Hauser – Linkbaiting
Ich bin mir nicht sicher, wie interessant das Thema Linkbaiting für mich wirklich ist, von daher entscheide ich mich hier vielleicht auch noch um.
Danach gehts dann ab zum Abendessen und anschliessend PAAAAARTY! Ich freu mich!
Ich bin wieder hier!
Wenn das Leben schon nicht rosa ist, dann muss ich doch zumindest wieder rosa bloggen
. Das Projekt SEOmeetsContent.de wird natürlich auch weiter geführt, hat aber seine Richtung etwas aus dem Inhouse-Umfeld hinaus verlagert, daher versuch ich jetzt doch noch mal diesen Blog hier nebenher etwas zu befüllen.
In diesem Sinne: Rosa is back!
SEOristin wechselt zu SEO-meets-Content.de
Wie man vielleicht an der Frequenz der Beiträge bemerkt: Es gelingt mir einfach nicht, neben Arbeit und Freizeitbeschäftigungen noch einen regelmäßigen Blog zu schreiben.
Deshalb stelle ich die Arbeit hier ein und mache stattdessen ein Gemeinschaftsprojekt mit meiner Redaktions-Kollegin: Wir bloggen zusammen auf SEO-meets-Content.de.
Ich danke den ganzen SEO-Twitterern und besonders Twitterinnen (öhm ja, weibliche Twitterer halt) für die herzliche Aufnahme und würde mich freuen, wenn ihr stattdessen meinem privaten Account unter @Sandrachen folgt.
Natürlich freuen sich Nadine und ich auch, wenn ihr ab und zu mal auf SEO-meets-Content.de vorbeischaut
Alles Gute und bis demnächst!
Die Sandra
Google Instant Preview – Auswirkungen?
Man konnte es ja heute auf jedem namhaften SEO-Blog lesen, Google hat mit Instantpreview eine neue Spielerei in die SERPs integriert. Mit einem Klick auf ein Lupensymbol erhält man eine Vorschau der Website.
Ich bin gespannt, welche Auswirkungen das haben wird. Wenn das angenommen wird, könnte es einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie User nach einer durchgeführten Suche klicken. Meiner Meinung nach ist das ein weiterer Schritt von Google in Richtung Bewertung von Relevanz. Und hat eigentlich schon jemand gesagt, dass das das Ende von SEO ist?
.
Vorteile von Google Instant Preview für den Suchenden:
Mit der Preview-Funktion kann ich mir als Suchender sehr schnell einen Ersteindruck über die gelisteten Seiten machen. Statt nur noch Title und Description kann ich jetzt tatsächlich ohne erheblichen Mehraufwand den entscheidenden Ersteindruck direkt auf der Ergebnisseite von Google haben. Ich sehe sofort, ob die Seite mich anspricht. Ich sehe sofort, ob die Chance besteht, dass ich den gesuchten Inhalt dort finde. In der Regel werde ich in der kleinen Vorschau nicht genug sehen, um die Seite nicht mehr besuchen zu müssen, aber meine Klickpräferenz kann sich durch diesen ersten Eindruck sehr wohl verschieben.
Wird die Verteilung der Klicks sich durch dieses Feature ändern?
Was bedeutet das für Webmaster?
Mehr denn je, kann Google davon ausgehen, dass ein Klick (bei dem zuvor ein Preview erfolgte) ein Zeichen für Relevanz ist. Dass die CTR ein Rankingfaktor ist, ist ja mittlerweile glaub ich ziemlich unbestritten, aber ein Klick bei dem ein User sich vorher davon überzeugt hat, dass die Seite auf die er kommt relevant ist kann natürlich ungleich wichtiger gewertet werden.
In der Theorie wird also Relevanz besser bewertbar und vermutlich auch zu Rankingveränderungen führen. Ich bin sehr gespannt, ob ich bei unseren Portalen auf irgendwelchen Seiten starke Trafficeinbrüche beobachten kann.
Oder aber…
Vielleicht ist diese Theorie aber auch totaler Mumpitz. Es besteht auch die überaus große Möglichkeit, dass die Google-User garnicht im Traum daran denken eine seit Jahren trainierte Vorgehensweise – nämlich das Suchen und auf Ergebnis klicken – jetzt zu ändern und noch vorher auf eine Lupe zu klicken. Die Chance dass das passiert erachte ich als ungleich größer.
Zusammenarbeit mit Redaktion, Design und Programmierung
Ein Problem, vor dem jeder Inhouse-SEO früher oder später stehen wird ist die Frage, wie man die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen effizient organisiert. Egal wo man im Unternehmen organisatorisch aufgehängt ist, es ist als Inhouse-SEO unabdingbar mit anderen Abteilungen zusammen zu arbeiten. Bei uns im Unternehmen hat man im alltäglichen Geschäft mit folgenden 3 Gruppen zu “kämpfen”:
Programmierung / Technik:
Diese (meist) Jungs zeichnen sich oft aus durch eine Mischung aus Genie und Wahnsinn. Ein Projekt ist für sie dann fertig, wenn es funktioniert. Grade wenn es um neue Features für ein Portal geht oder gar um den Launch eines neuen Portals sind die Programmierer oft die ersten, die Hand anlegen. Nicht selten hat man dann am Ende ein hübsches Stück Software, dass anhand einer Datenbank sehr schön Content bereit stellt, bei dem aber leider auch sehr schön Seitentitel aus der Datenbank erzeugt werden und man nicht mal die Möglichkeit hat einen kleinen Text rund um den generierten Content zu schreiben.
Design:
Die jungen, wilden, kreativen. Sie schlagen sich mit dem rum, was die Programmier als fertig bezeichnen
. Dabei legen sie besonders viel Augenmerk darauf, dass alles glänzt und hübsch und sauber ist. Valider HTML-Code wird gerne gesehen, genauso wie erklärende Bilder. Nicht selten versuchen sie sämtlichen Text von einer Seite zu verbannen, weil “im Internet liest eh niemand was”. Die einzig verbleibenden Texte, nämlich die h1-h3 Tags ziehen sie gerne als Designelemente heran statt zur inhaltlichen Strukturierung.
Redaktion:
Nachdem man Textpassagen auf den Seiten retten konnte sind die Redakteure an der Reihe und erstellen Texte. Ihr Augenmerk liegt hierbei auf Verständlichkeit und schönem Ausdruck. Ob in der H1 ein Keyword steht und welches Keyword das ist, ist erstmal sekundär.
Wenn man nicht in eine langjährig bestehende SEO-Abteilung hineinkommt, die schon fest in alle Prozesse integriert ist gilt es hier zu sensibilisieren und Wissen zu verteilen. Jede Abteilung sollte zumindest die SEO-Basics kennen und idealerweise einen Mitarbeiter haben, der auch darüber hinaus etwas Bescheid weiss. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man bei jedem Projekt wiederholt die gleichen Fehler korrigieren muss oder mit den gleichen Mängeln leben muss.
Am besten gelingt das in meinem Fall in der Zusammenarbeit mit der Redaktion. Unsere @princesscontent hat selber sehr gute SEO-Kenntnisse und weiss, worauf es ankommt beim SEO-Texten. Auch die Wissensweitergabe an neue Redakteure klappt bestens. Natürlich sind die Redakteure trotzdem keine SEO-Spezialisten, aber hier haben wir auch einen sehr guten Abnahmeprozess, so dass alle neuen Inhalte die online gehen zeitnah nachoptimiert werden. Hier stellt sich mir eher die Frage, wo hör ich auf zu coachen, weil das Wissen jetzt viel zu speziell ist. Wie grenze ich SEO und Redaktion sinnvoll voneinander ab? Oder grenze ich es besser gar nicht ab und freu mich je mehr die Redakteure an Kenntnissen aufbauen?
Schwieriger ist die Zusammenarbeit dann wenn der Gegenüber zwar die Notwendigkeit von SEO kennt, aber selber kein Interesse dafür hat. Wir versuchen zwar jedem Mitarbeiter der an den Online-Projekten arbeitet die Grundlagen zu vermitteln, aber zu oft erlebt man hier den Effekt, dass Dinge einfach vergessen werden. Dafür hab ich auch irgendwie Verständnis, weil man natürlich immer Priorität auf sein eigenes Aufgabengebiet legt.
Mir fällt es hier allerdings schwer, die richtige Vorgehensweise zu finden. Wie würdet ihr vorgehen?
- bei jedem Fehler der passiert erneut nachschulen?
- dafür sorgen, dass die Abteilung SEO früher in die Prozesse integriert wird und bei jedem Milestone eine Abnahme machen?
- damit leben, dass bei jedem Projekt zusätzliche Manpower draufgeht um die nicht erfüllten SEO-Anforderungen nachzubessern?
Mir erscheint Alternative 2 am Besten, da es langfristig wohl am wenigsten Arbeitsaufwand für jeden ist. Aber auch hier steht man natürlich wieder vor dem Problem, dass man das erstmal in die Köpfe kriegen muss, dass bei jedem Schritt SEO gefragt werden soll. Und dann gibt es halt aber immer noch Dinge, die müssen einfach von selbst funktionieren. Ich kann ja auch nicht jedes Bild, dass irgendwo eingebaut wird kontrollieren ob das Alt-Attribut gesetzt wurde.
Wie läuft das bei euch in den Unternehmen? Habt ihr standardisierte Abnahmeprozesse? Bei welchem Punkt wird SEO in die Projektplanung reingeholt? Wie konntet ihr den andren Abteilungen das vermitteln?
Meine Top 5 Extensions für Chrome
Da mein Firefox irgendwie in letzter Zeit dazu neigt sich aufzuhängen bin ich dazu übergegangen für alle SEO-Geschichten Chrome zu verwenden und Firefox nur noch für Privatkrams, Spieleforen etc. Jetzt bietet Firefox natürlich in Sachen Erweiterungen viele Annehmlichkeiten, die man kaum missen möchte. Seit Version 4 kann jedoch auch Chrome mit Erweiterungen versehen werden und darum hab ich mich mal auf die Suche gemacht nach nützlichen Scripts und Extensions die mir die (SEO-)Arbeit mit Chrome erleichtern.
In der kurzen Zeit seit dem Release von Version 4 sind bereits über 4.000 Erweiterungen entstanden, die unter http://chrome.google.com/extensions heruntergeladen und installiert werden können. Im Gegensatz zu Firefox kommt Chrome übrigens auch ohne Neustart aus nach der Installation einer Extension. Me likes.
Die Verwaltung der Extensions ist über Eingabe von chrome://extensions/ in die Adresszeile erreichbar.
Doch zurück zu den (SEO-)Extensions zu Chrome.
Meine Top-5-Chrome-Extensions
1. SEO Site Tools
Die SEO Site Tools installieren einen weiteren Button neben der Adressleiste. In den einzelnen Kategorien (siehe Bild) werden verschiedene Informationen zur Seite zur Verfügung gestellt, zum Beispiel kann man die Meta-Tags auslesen, die externen und internen Links zählen oder die Verwendung wichtiger HTML-Tags überprüfen. Außerdem werden auch HTML/CSS-Fehler werden angezeigt.
Was auch sehr wichtig ist: Das Tool kann die NoFollow-Links highlighten, sie werden mit einem roten Hintergrund hinterlegt.
Außerdem bietet das Tool einige Enhancements für die Google Webmaster-Tools und Google Analytics, wie man sie bei Firefox meist von Greasemonkey-Skripten kennt. So wird zum Beispiel in den WMT (und im Yahoo! Siteexplorer) bei den Links zur Seite der Ankertext und der PR mit angezeigt und Links die nicht gefunden wurden werden rot durchgestrichen. In Analytics werden Tweets, Diggs, Del.icio.us-Bookmarks und Facebook-Likes für die Seite angezeigt.
2. Chrome Gestures
Mouse Gestures war einer der wesentlichen Gründe weiter an Firefox festzuhalten. Gruselig, wie man sich doch an so nen SchnickSchnack gewöhnt. Aber jedesmal wenn ich Seiten in IE, Chrome, Safari oder anderen Browsern getestet hab und dann “Zurück”-Navigieren wollte und meine Gestures nicht gingen hat mich das wahnsinnig gemacht. Weil man auch beim vierten Mal nicht dran denkt, dass es nicht funktioniert. Mit Chrome Gestures gehört das Problem zumindest für Chrome der Vergangenheit an. Und ohne jetzt genauer in die Einstellungen zu schauen sind alle wichtigen Gestures scheinbar genau gleich wie in Mouse Gestures beim Firefox. Daumen hoch.
3. RSS Abonnement
Mit RSS Abonnement wird in der Adresszeile von Chrome ein Button eingefügt um den RSS-Feed der aktuellen Seite zum Reader der Wahl hinzuzufügen.
4. Too many tabs
Ich gehör zu den Leuten die beim Lesen eines Blogartikels oder auch beim Scannen der Twitter-Timeline alle Links die intressant aussehen erstmal öffnen. Da ich aber meisten dann grade keine Zeit hab das alles auch direkt zu lesen lass ich die Tabs immer einfach so lange offen, bis ich dazu komme. Und da kann sich schonmal ganz schön was ansammeln, was natürlich auch auf die Performance geht. Mit Too Many Tabs kann man jetzt seine Tabs organisieren. So ist es zum Beispiel möglich sich eine Liste der kürzlich geschlossenen Tabs anzeigen zu lassen oder auch Tabs in Listen zu speichern und dann zu schliessen. Das kann man natürlich auch einfach mit Bookmarks organisieren, aber bei mir persönlich würde das über kurz oder lang im Chaos enden, da ich Bookmarks eher für Informationen verwende die ich oft, immer wieder oder lange Zeit brauche und nicht für so temporäre Geschichten. Für mich persönlich also eine super Extension, aber sicherlich nicht für jedermann sinnvoll.
5. iPageRank
Wir wissens ja alle, PageRank ist out und unwichtig. Aber grüner Balken ist trotzdem cool
. Mit iPageRank wird der PR der aktuellen Seite direkt neben der Adresszeile angezeigt. Als kleine Zusatzinformation zeigt es beim Mouseover noch an, wieviele Links auf der Seite sind, aufgeteilt nach extern / intern und follow / nofollow. Beim Klicken bekommt man noch ein paar Daten zur Seite und ein Tool für String-Manipulation. Warum auch immer.
Außerdem kann man in den Optionen auch die Anzeige des PR für die Google-SERPs aktivieren.
SEO Arbeitsorganisation und Messbarkeit
Das größte Problem das ich in den nächsten Wochen auf mich zukommen sehe ist die Organisation und Messbarkeit meiner SEO-Arbeit. Beim Programmieren war das relativ einfach. Man hatte ne Aufgabe, schrieb seinen Code, testete, machte Codereview, übergab an Design und Text, machte Abnahme, stellte online. Und dann hatte man ein vorzeigbares Ergebnis und hatte eine bestimmte Zeit dafür gebraucht und brauchte sich (im Idealfall) danach keinen Kopf mehr drum machen.
Eine einfache ToDo-Liste mit abhaken hat also völlig ausgereicht, um sich zu organisieren. Ich fürchte ja fast, dass das jetzt so nicht mehr machbar ist. Im Bereich SEO geht es ja um Langfristigkeit und Auswirkungen von Änderungen müssen immer wieder beobachtet und beurteilt werden. Wenn ich also morgen den Title von ner Seite änder dann muss ich in 2 Wochen, in 4 Wochen, in 2 Monaten, etc. nachschauen, wie es sich ausgewirkt hat. Wenn morgen plötzlich ein sonst stabiles Ranking droppt, dann muss ich wissen, was ich vor 2 Wochen, vor 4 Wochen, vor 2 Monaten, etc. geändert habe. Oder – was noch viel schwieriger wird – was jemand anderes geändert hat.
Also muss ich im Prinzip jeden Schritt den ich mache protokollieren. Wie macht ihr das?
Und dann die Frage der Messbarkeit. Wenn ich was programmiert hab hab ich dafür Zeit x gebraucht und es war gut messbar, ob das für die Komplexität der Aufgabe passend war oder nicht. Wie mess ich denn SEO? Anzahl der Top3-Platzierungen? Wohl kaum. Traffic-Steigerung? Schon eher. Conversion-Steigerungen? Vermutlich am ehesten das. Aber weiss ich immer, dass das mein Verdienst war? Welche Erfolge kann ich mir zurechnen? Wie kann ich am Ende des Jahres sagen “Das und das und das hab ich dieses Jahr geschafft, wow!”?
Würde mich über euren Input freuen:
- Wie protokolliert ihr eure Arbeit? Besonders in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und mit mehreren Webseiten.
- Wie messt ihr eure Arbeit? Traffic, Conversions, Rankings? Intressant sind hier vor allem Erfolge die auch Chefs verstehen
Über Veränderungen
Ich bin ja jetzt hier irgendwie vor 2 Wochen plötzlich aufgetaucht, rosa und laut. Das wirkt vielleicht so, als wäre laut = sicher, dem ist aber nicht so.
Ich hab bis vor 2 Wochen Programmierung gemacht und im Bereich SEO eigentlich immer nur theoretisches Wissen angelesen. Als vor 2 Wochen meine Kollegin gekündigt hat ist mir das ganze SEO-Zeugs für unsere Seiten mehr oder weniger zugefallen. In dem Blog hier wird es also zunächst nicht darum gehen, dass ich irgendwem erzählen will, wie Dinge zu machen sind, es wird mehr darum gehen, meine Erfahrungen beim Sprung in dieses kalte SEO-Gewässer mitzuteilen.
Die letzte Woche hab ich damit zugebracht mir alles SEO-relevante für unseren Shop und unsere Portale, für Froogle und Adwords und für Linkkooperationen zeigen zu lassen. Unfassbare Mengen an neuem Wissen und zu verarbeitenden Informationen – und ich hab jetzt noch 4 Arbeitstage, in denen ich unter Aufsicht Dinge machen kann, danach werd ich dann mehr oder weniger alleine klarkommen müssen. Natürlich hab ich gottseiddank noch 2 Kollegen die ebenfalls großes Wissen im SEO-Bereich haben, aber über kurz oder lang wird es an mir sein Entscheidungen zu treffen, Strategien zu entwickeln, Arbeiten zu priorisieren und zu verteilen und das SEO-Wissen im Haus zu verteilen.
Am meisten Angst hab ich vor der schieren Masse. Wir haben einige Portale und einen Shop und da gilt es immer den Überblick zu haben, saisonal zu reagieren, wichtige von unwichtigen Seiten und wichtige von unwichtigen Keys zu unterscheiden.
Ich weiss garnicht, wie ich diese ganzen Informationen irgendwie außerhalb meines Kopfes verwalten kann und sollte. Das sind ganz neue Herausforderungen. Und das wo ich eigentlich kein Freund von Veränderungen bin
.
Ich brauche Struktur und einen Plan und Ordnung und Listen. Und momentan weiss ich nicht so genau, inwieweit das in meinem neuen Arbeitsbereich anwendbar ist.
Ich bin also zunächst auf der Suche nach Dokumentations-Strategien, best Practices für Auswertungen, Strukturen und Tipps zur Priorisierung von SEO-Aufgaben. Lese derzeit auch diverse GTD-Blogs, aber bin für jeden Input dankbar
Empfehlung: Artisteer – WordPress Themes erstellen
Der ein oder andere kennt das Problem ja vielleicht: Man hat zwar Ahnung davon, wie man einen Webspace einrichtet, eine Datenbank aufsetzt, wie man dann WordPress installiert und zum Laufen bringt, aber dann steht man da mit dem Standard-Theme. Über kurz oder lang entscheidet man sich dann für ein anderes der vielen verfügbaren kostenlosen WordPress-Themes. Da gibts ja auch einige Perlen, aber so richtig individuell ist das halt leider auch nicht. Und meine kleine rosa Welt hier wäre mit einem fertigen Theme sicher schwer geworden.
Für alle die also vor dem gleichen Problem stehen wie ich, nämlich ein eigenes Theme zu wollen aber keine Ahnung davon zu haben wie man das macht gibts jetzt hier eine Empfehlung.
Unter http://www.artisteer.com/ findet man eine Software, die einem diese Arbeit abnimmt. Mit Artisteer ist mein SEOristin-Theme entstanden und zwar mit einem Aufwand von weniger als 1 Stunde. Dazu sei gesagt, dass ich ein absoluter Nicht-Designer bin. Meine “Designs” die ich beruflich mache so beim Programmieren sind eben Programmierer-Designs. Gerne auch Tabellen statt Divs – treibt jeden echten Designer in den Wahnsinn
.
Das einzige was ich hatte war das Bild mit dem Totenkopf, was auch schon ne ziemliche Mühe für mich war – nur um mal zu verdeutlichen WIE planlos ich bin. Da bin ich schon vor einer Weile auf Artisteer gestoßen und als ich jetzt vor der Aufgabe stand dringend ein rosa Theme haben zu müssen (:D) hab ich die 50$ dann investiert und mir ne Lizenz geholt. Und ich muss sagen – ich bin total begeistert.
Ich zeig euch mal wie die Benutzeroberfläche aussieht:
Wenn man das Programm startet bekommt man direkt einen Designvorschlag. Über die Reiter im oberen Menü (Ideen, Farben & Fonts, Layout…) kann man jetzt jeden Aspekt einzeln anpassen. Man hat immer die Möglichkeit auf “Vorschlagen” zu klicken und bekommt dann zufällig eine neue Vorschau präsentiert. Alternativ kann man über die einzelnen Dropdown-Menüs auch jeden Teil des Layouts, von Schriftfarben bis Hintergrund-Verlauf, dann im Detail einzeln anpassen.
Ist man fertig klickt man oben auf “Exportieren”. In den Export-Optionen kann man dann wählen ob man als zip oder als folder speichern will und kann sogar noch die Backlinks – die bei mir im Footer jetzt noch da sind – entfernen.
Dann muss mans nur noch hochladen, im Backend von WordPress aktivieren, und schwupps – alles super. Ich musste wirklich nichts mehr nachjustieren und es sieht sowohl im IE, als auch im Firefox und Chrome super aus. Wenn man rosa mag.
Also, für mich sind das gut investierte 50€ und ich würde es jedem Laien bedenkenlos empfehlen. Wenn man natürlich WordPress-Themes manuell erstellen kann ist man bestimmt flexibler was einige Optionen angeht und hat mehr Möglichkeiten, aber das will halt erstmal gelernt sein.
Wie seht ihr das? Ist jemand von euch Theme-Entwickler? Oder hat jemand andere Erfahrungen mit Artisteer gemacht? Teilt euch gerne mit
UPDATE: Hab hier noch einen Artikel über Artisteer gefunden, der von der Schreibe her viel professioneller und strukturierter ist als meiner. Viel noch lernen ich muss. Lustigerweise liegt nur 1 Tag zwischen diesen Artikeln – hab ihn aber grad erst über Twitter gefunden: http://www.geldkrieg.de/archives/eigene-wordpress-themes-gestalten-mit-artisteer/




